Sicherheitstraining Motorrad
Dieses einzigartige Gefühl heißt Freiheit und Abenteuer, nicht etwa Risiko oder Gefahr. Beweisen muss sich jeder nur, dass er bei der nächsten Fahrt auch wieder dabei ist. Doch den allermeisten Motorrad-Fans ist ohnehin ihr langes Leben lieber als der kurze Nervenkitzel.
Viele Unfallsituationen entstehen durch Autofahrer, weil sie Motorradfahrer übersehen oder Geschwindigkeiten falsch einschätzen.
Gefahren vermeiden, erkennen, bewältigen
Das Risiko, mit dem Motorrad tödlich zu verunglücken, ist wesentlich höher als beim Pkw. Für alle guten Fahrerinnen und Fahrer gilt deshalb die Devise: Risiko- und Gefahrensituationen vermeiden durch vorausschauende und vernünftige Fahrweise.
Das Risiko ausbremsen
Anfänger oder Routinier - jeder fürchtet die Situation, bei der es auf Messers Schneide steht, ob man nur mit dem Schrecken davonkommt. Dann ist die richtige Reaktion unter Umständen lebensrettend. Alle Motorradfahrerinnen und -fahrer sollten deshalb die Chance nutzen, an einem Sicherheitstraining teilzunehmen. Dort lässt sich der Ernstfall im Schutzraum trainieren. Dabei werden auch Fahrprofis richtig gefordert.
Die Ziele des Sicherheitstrainings
Risiken rechtzeitig erkennen, durch vorausschauende und angepasste Fahrweise mindern oder sogar vermeiden, sowie durch Wissen und Fahrzeugbeherrschung bewältigen.
Was wird im Rahmen des Sicherheitstrainings vermittelt?
Fünf Hauptthemen stehen auf dem Trainings-Fahrplan:
- Psychologie und Wahrnehmung im Straßenverkehr als Grundlage besserer Gefahrenerkennung und -einschätzung
- Fahrbahnzustände und die erforderliche, darauf abgestimmte Fahrweise
- Bremsen mit den Schwerpunkten "Einschätzen des richtigen Brems- bzw. Anhalteweges" und "Bremstechnik"
- Kurven unter Berücksichtigung der Aspekte Blicktechnik, Geschwindigkeit und Fahrtechnik
- Ausweichen bei plötzlich auftretenden Hindernissen
Innerhalb dieser Themen werden jeweils Gefahrenlehre, Fahrphysik und Fahrpraxis behandelt. Hört sich trocken an, ist aber genau das Gegenteil. Wörtlich zu nehmen z.B. bei den Trainingseinheiten, die auf nasser Fahrbahn stattfinden. Wenn bereits selbst kritische Situationen erlebt wurden, kann auch das ins Training einfließen und die richtigen Verhaltensweisen können gemeinsam erarbeitet und trainiert werden.
Aktives Erfahren statt passiver Unterricht
Worauf es ankommt, ist letztlich das Fahrverhalten. Deshalb bleibt es beim Training nicht bei der grauen Theorie. Natürlich müssen Ursachen und physikalische Zusammenhänge verstanden werden und sind Trainingsbestandteil. Es gibt aber keine reinen Unterrichtsblöcke. Langeweile kommt also bestimmt nicht auf, im Gegenteil!
Der Versicherungsschutz
Trainiert wird mit dem eigenen Fahrzeug. Der Versicherungsschutz gilt nur innerhalb der Fahraufgabe, soweit keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt und sofern den Anweisungen der Trainerin/des Trainers nicht zuwider gehandelt wurde. In der Teilnahmegebühr ist eine Vollkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 500 EUR (Pkw) bzw. 1.000 EUR (Motorrad) inbegriffen, max. Schadenshöhe jeweils 35.000 EUR.

